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IN VIA Diözesanverband Paderborn
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„Das FSJ hat mich im Leben weitergebracht“

Seit zehn Jahren kooperieren der IN VIA Diözesanverband Paderborn und die Schule für Gesundheitsfachberufe am Brüderkrankenhaus St. Josef im Rahmen des „FSJ plus“, das speziell für junge Menschen konzipiert wurde, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im pflegerischen Bereich, beispielsweise im Krankenhaus oder in einer Senioreneinrichtung absolvieren.

Tauschten sich zu zehn Jahren FSJ plus aus: Alina Wohlgemuth, Petra Gödde (Schule für Gesundheitsfachberufe), Sarah Schulte, Nils Kleine-Horst, Lana Gentes, Lara-Marie Marx, Antonia Landwehr, Pia Köhne, Birgit Evers (IN VIA), Kira Lesnikowski, Lennart Mills, Kira Malisch 
Tauschten sich zu zehn Jahren FSJ plus aus: Alina Wohlgemuth, Petra Gödde (Schule für Gesundheitsfachberufe), Sarah Schulte, Nils Kleine-Horst, Lana Gentes, Lara-Marie Marx, Antonia Landwehr, Pia Köhne, Birgit Evers (IN VIA), Kira Lesnikowski, Lennart Mills, Kira Malisch

... Zum Jubiläum haben sich Birgit Evers, pädagogische Mitarbeiterin für das Freiwillige Soziale Jahr bei IN VIA und Koordinatorin des FSJ plus, und Petra Gödde, Lehrerin und Koordinatorin der Bildungstage an der Schule für Gesundheitsfachberufe, mit einigen (ehemaligen) FSJ-Freiwilligen getroffen und nach ihren Erfahrungen gefragt.

Lana Gentes hat von 2017 bis 2018 ihr FSJ absolviert und danach direkt mit der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin am Brüderkrankenhaus St. Josef begonnen: „Für mich hat dieses Jahr Sicherheit für die Berufswahl gebracht und die speziellen Inhalte beim FSJ plus haben viel geholfen.“ Auch Nils Kleine-Horst ist über das FSJ zur Pflegeausbildung gekommen. „Ich habe mein FSJ in einem Seniorenheim gemacht. Mich hat die Dankbarkeit der älteren Leute beeindruckt und das, was ich von ihrem Leben mitbekommen habe. So habe ich meinen Beruf gefunden. Und für die Ausbildung haben mir die Grundlagen, die im FSJ plus vermittelt wurden, einiges gebracht.“

Um dem sich bereits vor zehn Jahren abzeichnenden Pflegekräftemangel zu begegnen und die Begeisterung junger Menschen für dieses Berufsfeld zu wecken, startete der IN VIA Diözesanverband gemeinsam mit finanzieller Unterstützung des Diözesan-Caritasverbandes das Projekt FSJ plus. „Wir haben uns an die Experten der Schule für Gesundheitsfachberufe am Brüderkrankenhaus St. Josef gewandt und mit ihnen gemeinsam eine spezielle Begleitung für in der Pflege arbeitende FSJ-Freiwillige entwickelt“, berichtet Birgit Evers. Zehn der insgesamt 25 Seminartage während des FSJ absolvieren die Teilnehmenden in der Schule für Gesundheitsfachberufe, wo sie von den Fachlehrerinnen und -lehrern des Schulteams engagiert unterrichtet und betreut werden.

In fünf Zweitageblöcken gewinnen die FSJ-Freiwilligen Sicherheiten für den Praxisalltag, lernen Grenzen und Möglichkeiten ihres Einsatzes kennen und auch einfache pflegerische Fähigkeiten. Neben den vorgegebenen Inhalten ist für die Organisatorinnen aber eines ganz besonders wichtig: das Einbringen eigener Themen aus der Praxis und der Austausch, sowohl der FSJ-Freiwilligen untereinander als auch mit den Lehrerinnen und Lehrern. Pia Kühne, die nach dem FSJ in die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin gegangen ist, lobt: “Die Lehrer haben sich an unseren Themen orientiert und sind gut auf uns eingegangen. Das hat mich bestärkt, mich zu bewerben.“ Ob es um den Umgang mit Schicksalsschlägen geht, die Begegnung mit Sterben und Tod, den Umgang mit Ausscheidungen – die Bildungstage dienen der Begleitung, Reflexion und Stützung der FSJ-Freiwilligen, sowohl in fachlicher als auch in persönlicher Hinsicht.

Dass ein FSJ in der Pflege in jedem Fall einen wichtigen Beitrag zur späteren Berufswahl leisten kann, zeigt der Weg von Sarah Schulte, die zur Zeit ihr FSJ plus im Brüderkrankenhaus absolviert: „Ich hatte immer vor, in die Pflege zu gehen, habe aber im FSJ gemerkt, dass das nicht das richtige für mich ist. Vermutlich hätte ich sonst also die Ausbildung begonnen, aber abgebrochen. So weiß ich jetzt, dass ich Menschen helfen, aber nicht in der Pflege arbeiten möchte.“ Antonia Landwehr dagegen hatte vor dem FSJ ein ganz anderes Bild des Pflegeberufes und wollte nicht in diesen Bereich gehen. Aber: „Ich wollte mehr lernen und wissen und machen dürfen. Ich habe die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin begonnen und es bisher nicht bereut.“

Das FSJ plus bietet nicht nur Vorteile für die Freiwilligen selbst, die Einblick in das Berufsfeld und somit Orientierung für die Berufswahl erhalten. Auch für die Arbeitgeber bietet der Freiwilligendienst gute Chancen. „Für uns als Schule ist das ein großer Vorteil. Wir haben die Chance, einige der Bewerber für die Pflegeausbildung schon vorher kennenzulernen. So sind wir uns als Schule bei der Auswahl unserer zukünftigen Auszubildenden sehr viel sicherer“, berichtet Petra Gödde. „Das FSJ beinhaltet außerdem die Chance, dass die Teilnehmenden nicht mehr nur über ihre Abschlusszeugnisse und Noten definiert werden, sondern vor allem durch die im FSJ gezeigte Motivation“, ergänzt Birgit Evers. Das kann auch Kira Lesnikowski bestätigen, die gerade ihr Examen als Gesundheits- und Krankenpflegerin abgelegt hat: “Ich hatte ein ziemlich schlechtes Fachabi. Im FSJ und in der Ausbildung habe ich mich angestrengt und konnte so zeigen, dass ich es will. Dann wusste ich auch, wofür ich lerne. Ich bin erwachsen geworden durch das FSJ und es hat mich im Leben weitergebracht.“

Nach zehn Jahren, in denen das FSJ plus zum Regelangebot wurde und weitere Kooperationen in Hamm und in Dortmund aufgenommen wurden, zieht Birgit Evers eine durchweg positive Bilanz:“FSJ plus bietet Jugendlichen realistische Orientierungsmöglichkeiten und einen niederschwelligen theoretischen und praxisorientierten Einstieg in Arbeitsfeldern der Gesundheits- und Pflegeberufe. 530 FSJ-Freiwillige haben an der Schule für Gesundheitsfachberufe am Brüderkrankenhaus St. Josef in Paderborn das FSJ plus bisher besucht und etwa 60% davon sind im Anschluss in den Pflegebereich gegangen. Wir sind sehr froh über die Kooperation.“

IN VIA Diözesanverband e.V. ist Träger des FSJ im Erzbistum Paderborn und vermittelt und betreut FSJ-Freiwillige, die in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder für Kinder und Jugendliche praktische Hilfstätigkeiten übernehmen. Dafür erhalten sie ein monatliches Taschengeld, vor allem aber intensive Einblicke in ein soziales Berufsfeld.
Informationen zum FSJ und zu Bewerbungen für das kommende Kursjahr unter  www.inviadiv-paderborn.de

 

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